Rutschhemmende Gitterroste

Rutschhemmende Gitterroste in RG1, RG2 und RG3

Rutschhemmende Pressroste haben profilierte Füllstäbe, Tragstäbe oder beide Stabrichtungen. RG1, RG2 und RG3 bezeichnen diese Ausführungen, nicht die geprüfte Rutschhemmungsklasse. Wählen Sie Profilierung und nachgewiesene R-Gruppe passend zu Nutzung, Gehrichtung und Einsatzbedingungen.

  • RG1 mit profilierten Füllstäben
  • RG2 mit profilierten Tragstäben
  • RG3 mit Profilierung in beiden Stabrichtungen
Richtung gezielt wählen

Die profilierte Stabrichtung muss zur hauptsächlichen Gehrichtung passen.

Konstruktive Rutschhemmung

Ausnehmungen an den Staboberkanten erhöhen den Halt der Trittfläche.

Nach Maß planbar

Abmessungen, Ausschnitte und Randeinfassungen werden projektbezogen festgelegt.

R Gruppe nach Nachweis

Verbindlich ist die Klassifizierung der geprüften konkreten Produktausführung.

RG Ausführungen

Welche Profilierung passt zur Gehrichtung?

RG1, RG2 und RG3 beschreiben, an welchen Stäben die rutschhemmenden Ausnehmungen angeordnet sind. Für die R Gruppe sind zusätzlich Maschenweite, Tragstabstärke und die konkret profilierte Stabrichtung maßgebend.

Rutschhemmender Pressrost RG1 mit profilierten Füllstäben
01RG1

Füllstab profiliert

Die Ausnehmungen liegen an den Oberkanten der Füllstäbe. Dadurch entsteht zusätzlicher Gleitschutz in Füllstabrichtung.

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Rutschhemmender Pressrost RG2 mit profilierten Tragstäben
02RG2

Tragstab profiliert

Die Oberkanten der Tragstäbe sind profiliert. Diese Ausführung unterstützt den Gleitschutz in Tragstabrichtung.

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Rutschhemmender Pressrost RG3 mit profilierten Tragstäben und Füllstäben
03RG3

Tragstab und Füllstab profiliert

Beide Stabrichtungen besitzen Ausnehmungen. Dadurch wirkt die rutschhemmende Profilierung in Tragstab und Füllstabrichtung.

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Bestätigte Ausführungen

Rutschhemmungsklassen nach Maschenweite und Tragstabstärke

Die folgende Zuordnung gilt für die jeweils vollständig beschriebene Gitterrostausführung. Abweichende Maschenweiten, Stabstärken oder Profilierungen müssen gesondert geprüft werden.

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MaschenweiteTragstabstärkeRutschhemmende ProfilierungR Klasse
31 × 31 mm2 mmFüllstab profiliertR11
31 × 31 mm3 mmFüllstab profiliertR10
31 × 31 mm2 mmTragstab und Füllstab profiliertR12
31 × 9 mm2 oder 3 mmNur Füllstab profiliert herstellbarR11
Besonderheit bei Masche 31 × 9 mm

Diese engmaschige Ausführung ist bei Tragstäben mit 2 oder 3 mm Stärke ausschließlich mit rutschhemmend profilierten Füllstäben herstellbar. Die bestätigte Ausführung erreicht R11.

Wichtiger Hinweis für Ausschreibung und Bestellung

Maschenweite, Tragstabstärke, Tragstabrichtung, hauptsächliche Gehrichtung und gewünschte Profilierung müssen in der Zeichnung eindeutig angegeben werden. Nur so lässt sich die bestätigte R Klasse richtig zuordnen.

Referenzbilder

Ausgeführte Gitterroste in RG3

Die Originalaufnahmen zeigen die beidseitige Profilierung von Tragstäben und Füllstäben bei unterschiedlichen Rostausführungen.

Gestapelte Schwerlastgitterroste in rutschhemmender Ausführung RG3
Schwerlastgitterrost – Ausführung RG3Verstärkte Tragstäbe und rutschhemmende Profilierung in beiden Stabrichtungen.
Gestapelte rutschhemmende Gitterroste RG3 mit profilierten Tragstäben und Füllstäben
Rutschhemmender Gitterrost RG3Profilierte Tragstäbe und Füllstäbe für zusätzlichen Halt in beiden Richtungen.
Rutschhemmung verstehen

R Gruppen von R9 bis R13

Die aktuelle ASR A1.5 ordnet die beim Prüfverfahren ermittelten Winkel des Ausrutschens den Bewertungsgruppen R9 bis R13 zu. Die Prüfung neuer Bodenbeläge erfolgt nach DIN EN 16165 Anhang B.

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R GruppeWinkel des AusrutschensEinordnung
R96° bis 10°Grundlegende Rutschhemmung für entsprechend eingestufte Arbeitsbereiche
R10Mehr als 10° bis 19°Erhöhte Rutschhemmung für die in der ASR zugeordneten Arbeitsbereiche
R11Mehr als 19° bis 27°Höhere Rutschhemmung für anspruchsvollere Einsatzbedingungen
R12Mehr als 27° bis 35°Starke Rutschhemmung für entsprechend gefährdete Arbeitsbereiche
R13Mehr als 35°Höchste Bewertungsgruppe innerhalb dieser Klassifizierung

Die erforderliche R Gruppe wird nicht allein durch die Neigung eines Laufwegs bestimmt. Maßgebend sind Arbeitsbereich, Tätigkeit, auftretende Stoffe und die Gefährdungsbeurteilung. Für Arbeitsstätten enthält Anhang 2 der ASR A1.5 die tätigkeitsbezogene Zuordnung. Aktuelle ASR A1.5 bei der BAuA ansehen ›

Aktuelle Arbeitsstättenregeln

Rutschhemmung, Öffnungen und Rampenneigung gemeinsam prüfen

Informationsstand September 2026. Die ASR A1.5 betrachtet nicht nur die R Gruppe. Auch Höhenunterschiede, Öffnungen und Maschenteilungen können die sichere Nutzung eines Verkehrswegs beeinflussen.

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PrüfpunktAktuelle technische OrientierungFolgerung für Gitterroste
HöhenunterschiedeBereits mehr als 4 mm können eine Stolperstelle bilden.Rostoberkante, Rahmen und angrenzenden Boden möglichst bündig planen.
Öffnungen im BodenÖffnungen mit mehr als 20 mm Breite können eine Stolperstelle bilden.Fugen, Ausschnitte und Anschlüsse im fertigen Einbauzustand prüfen.
MaschenteilungBei Gitterrosten können Maschenteilungen über 35 × 51 mm eine Stolperstelle bilden.Masche nach Verkehrsweg, Schuhwerk und Nutzung auswählen.
R und V GruppeDie erforderliche Gruppe ergibt sich aus Arbeitsbereich, Tätigkeit und gleitfördernden Stoffen.Gefährdungsbeurteilung und konkrete geprüfte Rostausführung zusammenführen.

Die vollständige tätigkeitsbezogene Zuordnung steht in Anhang 2 der aktuellen ASR A1.5 der BAuA ›

Geneigte Verkehrswege

Rampenneigung nicht aus der R Gruppe ableiten

Die zulässige Neigung richtet sich nach der Nutzung des Verkehrswegs. Rutschhemmung und Rampengeometrie werden getrennt festgelegt und anschließend gemeinsam beurteilt.

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Rampe in neu eingerichteten ArbeitsstättenHöchstneigung nach ASR A1.8
Fluchtweg3,5° beziehungsweise 6 Prozent
Handbetriebene Transportmittel3,5° beziehungsweise 6 Prozent
Andere Verkehrswege5° beziehungsweise 8 Prozent
Begründeter AusnahmefallNach Gefährdungsbeurteilung höchstens 7° beziehungsweise 12,5 Prozent

Maßgebend sind Anwendungsfall, Gefährdungsbeurteilung und die vollständigen Anforderungen der aktuellen ASR A1.8 der BAuA ›

Technische Orientierung

Rutschhemmung ist Teil der gesamten Rostauswahl

Eine profilierte Oberfläche allein genügt nicht für eine sichere Planung. Zusätzlich müssen Belastung, freie Spannweite, Auflagerung, Maschenweite, Werkstoff und Befestigung zur Anwendung passen.

R Gruppe immer vollständig ausschreiben

Die geforderte Klassifizierung muss gemeinsam mit Maschenweite, Tragstabstärke und profilierter Stabrichtung angegeben werden. RG1, RG2 oder RG3 allein reichen für eine eindeutige technische Festlegung nicht aus.

BauartPressrost mit konstruktiv profilierten Staboberkanten
RG1Füllstab profiliert
RG2Tragstab profiliert, R Klasse nach konkreter Ausführung prüfen
RG3Tragstab und Füllstab profiliert, bei Masche 31 × 31 mm und Tragstabstärke 2 mm in R12
Masche 31 × 31 mmFüllstab profiliert: Tragstabstärke 2 mm in R11, Tragstabstärke 3 mm in R10
Masche 31 × 9 mmTragstabstärke 2 oder 3 mm, nur mit profiliertem Füllstab herstellbar, R11
R13 AnforderungSicherheitsrost Typ O2 mit R13 und V10 prüfen
PrüfverfahrenDIN EN 16165 Anhang B für Arbeitsbereiche mit Schuhwerk
VerdrängungsraumV Kennzahl projektbezogen nach Einsatzbereich berücksichtigen
WerkstoffeStahl, Edelstahl oder Aluminium je nach Ausführung und Prüfung
AbmessungenProjektbezogene Maßanfertigung
Planung und Anfrage

Diese Angaben benötigen wir für die richtige Ausführung

  1. 1
    Gefährdung beschreiben

    Nässe, Öl, Fett, Staub, Eis oder andere gleitfördernde Stoffe nennen.

  2. 2
    R Gruppe festlegen

    Vorgabe aus Gefährdungsbeurteilung, ASR A1.5 oder Ausschreibung angeben.

  3. 3
    Gehrichtung markieren

    Hauptgehrichtung, Tragstabrichtung und gewünschte RG Ausführung einzeichnen.

  4. 4
    Konstruktion angeben

    Rostmaß, freie Spannweite, Auflagerbreite, Belastung und Befestigung mitteilen.

  5. 5
    Unterlagen ergänzen

    Stückzahl, Werkstoff, Oberfläche, Skizze und gewünschten Termin übermitteln.

Typische Einsatzbereiche

Wo rutschhemmende Gitterroste eingesetzt werden

Industrieanlagen

Laufwege und Bedienebenen mit Öl, Fett, Wasser oder produktionsbedingten Rückständen.

Außenbereiche

Podeste und Zugänge mit Regen, Schnee, Eis oder eingetragenem Schmutz.

Wartungswege

Technische Zugänge mit wechselnden Umgebungsbedingungen und regelmäßiger Nutzung.

Treppenanlagen

Stufen und Podeste, bei denen Trittfläche und Antrittskante gemeinsam betrachtet werden.

Lebensmittelbereiche

Arbeitsbereiche, in denen Wasser, Lebensmittelreste oder andere gleitfördernde Stoffe auftreten.

Häufige Fragen

Antworten zu rutschhemmenden Gitterrosten

Die wichtigsten Grundlagen für Auswahl, Ausschreibung und Anfrage.

Wo finde ich die Toleranzen für Gitterroste?

Auf unserer Seite „Fertigung und Liefertoleranzen“ finden Sie die zulässigen Abweichungen für Pressroste und Schweißpressroste: Maße, Diagonalen, Ebenheit sowie Stab- und Randabweichungen. Vergrößerbare Zeichnungen und ein gemeinsamer PDF-Download ergänzen die Angaben.

Fertigung und Liefertoleranzen ansehen

Wann ist ein rutschhemmender Gitterrost sinnvoll?

Eine rutschhemmende Ausführung ist insbesondere zu prüfen, wenn Wasser, Öl, Fett, Schmutz, Staub, Eis oder andere gleitfördernde Stoffe auf die Lauffläche gelangen können. Maßgebend ist die Gefährdungsbeurteilung des konkreten Arbeitsbereichs.

Was ist der Unterschied zwischen RG1, RG2 und RG3?

Bei RG1 sind die Füllstäbe profiliert, bei RG2 die Tragstäbe. RG3 kombiniert profilierte Tragstäbe und Füllstäbe und wirkt dadurch in beiden Stabrichtungen.

Welche R Klasse erreicht ein Gitterrost mit Masche 31 × 31 mm?

Bei profiliertem Füllstab erreicht die Ausführung mit 2 mm starkem Tragstab R11 und mit 3 mm starkem Tragstab R10. Werden bei einem 2 mm starken Tragstab sowohl Tragstäbe als auch Füllstäbe profiliert, erreicht die bestätigte Ausführung R12.

Welche rutschhemmende Ausführung ist bei Masche 31 × 9 mm möglich?

Gitterroste mit Masche 31 × 9 mm und 2 oder 3 mm starken Tragstäben sind nur mit rutschhemmend profilierten Füllstäben herstellbar. Diese bestätigte Ausführung erreicht R11.

Ist RG3 automatisch R13?

Nein. RG1, RG2 und RG3 beschreiben die konstruktive Profilierung. Eine R Gruppe darf nur anhand der geprüften konkreten Produktausführung und des zugehörigen aktuellen Prüfzeugnisses angegeben werden.

Was ist zu tun, wenn R13 gefordert ist?

Klassische rutschhemmende Pressroste aus dem aktuellen rotec Gitterrostprogramm erreichen R13 nicht. Für diese Anforderung sollte der Sicherheitsrost Typ O2 mit R13 und V10 geprüft werden. Belastung, freie Spannweite, Werkstoff und Einbausituation müssen weiterhin projektbezogen geprüft werden.

Was bedeuten die R Gruppen?

Die R Gruppen R9 bis R13 ordnen geprüfte Bodenbeläge nach dem beim Prüfverfahren erreichten Winkel des Ausrutschens ein. Eine höhere Zahl steht für eine höhere Rutschhemmung, ersetzt jedoch nicht die Gefährdungsbeurteilung.

Welche R Gruppe wird für mein Projekt benötigt?

Die erforderliche R Gruppe richtet sich nach Arbeitsbereich, Tätigkeit und auftretenden gleitfördernden Stoffen. Für Arbeitsstätten enthält Anhang 2 der ASR A1.5 die Zuordnung nach Einsatzbereichen.

Wie wird die Rutschhemmung geprüft?

Für neue Bodenbeläge wird die Rutschhemmung im Labor auf einer schiefen Ebene nach DIN EN 16165 Anhang B bewertet. Die Zuordnung der Arbeitsbereiche erfolgt über die ASR A1.5.

Welche Maschenteilung kann auf Verkehrswegen zur Stolperstelle werden?

Nach ASR A1.5 können Gitterroste mit einer Maschenteilung über 35 × 51 mm eine Stolperstelle bilden. Zusätzlich sind Fugen, Ausschnitte und Höhenanschlüsse der fertigen Fläche zu prüfen.

Bestimmt die R Gruppe die zulässige Rampenneigung?

Nein. Die Rampengeometrie richtet sich nach Nutzung und ASR A1.8. Die erforderliche R Gruppe wird separat anhand von Arbeitsbereich, Tätigkeit und gleitfördernden Stoffen festgelegt.

Was bedeutet die V Kennzahl?

Die V Kennzahl beschreibt das Mindestvolumen des Verdrängungsraums unterhalb der Gehebene. Dort können gleitfördernde Stoffe aufgenommen oder abgeleitet werden. Die erforderliche Kombination aus R und V richtet sich nach dem Einsatzbereich.

Sind rutschhemmende Gitterroste nach Maß möglich?

Ja. Rutschhemmende Pressroste können mit individuellen Abmessungen, Ausschnitten, Anschnitten und Randeinfassungen geplant werden. Tragstabrichtung und Profilierung müssen dabei eindeutig gekennzeichnet sein.

Welche Werkstoffe sind möglich?

Je nach Ausführung und technischer Prüfung kommen Stahl, Edelstahl oder Aluminium infrage. Werkstoff, Oberfläche und Profilierung werden gemeinsam nach Umgebung und Nutzung ausgewählt.

Welche Angaben benötigt rotec für eine Anfrage?

Benötigt werden Einsatzbereich, auftretende Stoffe, gewünschte R Gruppe, Rostmaße, Tragstabrichtung, freie Spannweite, Belastung, Werkstoff, Oberfläche, Stückzahl und möglichst eine bemaßte Zeichnung.

Persönlicher Kontakt

Ihre Ansprechpartner für Gitterroste

Beratung und Anfrage

Welche rutschhemmende Ausführung passt zu Ihrem Projekt?

Senden Sie uns Einsatzbereich, geforderte R Gruppe, Gehrichtung, Tragstabrichtung, Abmessungen und Belastung. rotec unterstützt bei der technischen Einordnung.

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